Kerosinablass


Seit Monaten diskutiert die Öffentlichkeit über die im Flugwesen gängige Praxis, bei vorzeitiger Landung vollgetankter Flugzeuge einen Teil des Treibstoffs in der Luft abzulassen, um das Landegewicht zu verringern. Das geschieht häufig über der Pfalz, dem Naheland und östlichen Saarland. „Ist wohl ärgerlich, aber unvermeidbar und schadet weder Natur noch Menschen“ – so die offiziellen Verlautbarungen dazu.

Man mag ihnen vertrauen oder auch nicht – wie bei anderen Umweltfragen mit politischer (hier auch militärischer) Bedeutung. Das Hauptargument: Der Treibstoff verdampft (wie Benzin) und verdünnt sich in der Atmosphäre so weit, dass am Boden kaum was davon ankommt. Mag sein. Nicht erwähnt werden aber die Rolle der Luftschwebstoffe (Aerosole), der Wetterlage (Aufwinde oder Flaute, gar Inversionslage, Wolken, Nebel, Regen), das Verhalten der Treibstoffzusätze sowie mögliche Schadwirkung auch in Spurenkonzentrationen. Und letztlich: Wo bleibt das Zeug?

Diese Zusammenhänge sind nur überschaubar für Kundige in Meteorologie, Atmosphärenphysik und -chemie sowie Umwelttoxikologie.

(rab) 3/18


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Wir wollen erreichen, dass sich an dieser Praxis grundsätzlich etwas ändert!