Erneuter Kerosinregen durch die Lufthansa


Update 04.11.2019 Teil 2:

Nun hat auch das Luftfahrt-Bundesamt am Montagmorgen den Vorfall mit 30 Tonnen Kerosin bestätigt. Diesmal konnte man sich ganz offensichtlich auf die abgelassene Menge Kerosin einigen. Beim dem Vorfall vor gut einer Woche wurde von der Lufthansa gegenüber der Rheinpfalz eine Menge von 40 Tonnen genannt, während man bei der Flugsicherung und beim Luftfahrt-Bundesamt von 54 Tonnen sprach. Bei einem Kerosinablass der Lufthansa am Abend des 27.04.2019 bestand ebenfalls keine Einigkeit. Während die Lufthansa auf Anfrage der Rheinpfalz rund 60 Tonnen bestätigte, wusste man es bei Flugsicherung und dem Luftfahrt-Bundesamt ganz genau, demnach waren es 53,8 Tonnen.


Update 04.11.2019 Teil 1:

Auf Anfrage der Rheinpfalz bestätigte eine Sprecherin der Lufthansa, dass 30 Tonnen Kerosin abgelassen wurden. Grund sei ein technischer Fehler gewesen. Das ist bereits der 7. Vorfall in diesem Jahr, von dem Rheinland-Pfalz betroffen ist. Bei dem Tempo und der Konzentration der Treibstoffschnellablässe, wie es momentan vorgelegt wird, könnte man den Eindruck gewinnen, dass man den Protest gegen diese gewinnoptimierenden Maßnahmen im Kerosin ersticken will.


Eine Bestätigung durch das Luftfahrt-Bundesamt gibt es noch nicht, aber ernste Zweifel können kaum aufkommen:

Lufthansa Cargo Airlines, Flug LH8160, 01.11.2019 (flightradar24)

Am gestrigen Abend startete gegen 20.30 Uhr eine MCDonnell Douglas MD-11F der Lufthansa Cargo, Flug LH8160, mit Ziel New York. Bereits kurz nach dem Start flog die Maschine nach zwei kleinen Schleifen über den Hunsrück Richtung Saarland und Pfälzerwald, um offensichtlich Kerosin abzulassen. Kurz nach 22.00 Uhr landete die Maschine wieder in Frankfurt.

Es wäre der zweite Kerosinablass der Lufthansa über unserer Region innerhalb von 7 Tagen!

Da wir gestern regnerisches und kühles Wetter hatten, könnte einiges Kerosin unten angekommen sein, denn entscheidend dafür sind ganz wesentlich Wetterlage und Bodentemperatur, während die Flughöhe eine eher untergeordnete Rolle spielt. In der vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Meta-Studie zur Auswirkung von Treibstoffschnellablässen bleibt regnerisches Wetter allerdings unberücksichtigt!

02.11.2019 (bs)

Die folgende Karte zeigt die Flugschleife und das Gebiet, über dem vermutlich Kerosin abgelassen wurde.